Schokoladenmilch Fairebel mit Fairtrade-Kakao

10.10.2019

Fairebel macht den nächsten Schritt und setzt für die Schokoladenmilch auf Fairtrade-Kakao

Arlon, 10. Oktober 2019 – In einer Geschäftsbeziehung sollte es immer um gerechte Preise mit entsprechenden Vereinbarungen und gegenseitigem Respekt gehen. Dass Erzeugerinnen und Erzeuger, die weltweit für unsere Ernährung sorgen, von ihrer Arbeit nicht angemessen leben können, ist nicht akzeptabel. Aus diesem Grund machen Fairebel und Fairtrade gemeinsame Sache: Die Vollmilch mit Schokoladengeschmack 0,33 l von Fairebel wird ab Mitte Oktober Fairtrade-Kakao enthalten.

Fairebel und Fairtrade verbinden gemeinsame Werte: gerechte Preise, gute Arbeitsbedingungen und eine nachhaltige Zukunft für die Landwirte. Verbraucher und Erzeuger sollen enger zusammengeführt und Kundenwünsche erfüllt werden, denn heute interessieren sich die Kunden verstärkt für die Bedingungen, unter denen die von ihnen konsumierten Waren hergestellt werden.

Gerade in der Fairen Woche ist es wichtig, diese Partnerschaft für mehr Gerechtigkeit auf allen Seiten in den Mittelpunkt zu rücken. „Die Schokoladenmilch von Fairebel ist also mehr als ein reines Konsumgut, das am Frühstückstisch oder zwischendurch getrunken wird“, freut sich Nicolas Lambert, Direktor von Fairtrade Belgien, „wir zeigen damit auch, dass eine andere Art des Handelns möglich ist.“

Faire Schokoladenmilch mit hohem Symbolwert

So beliebt Kakao in Belgien ist, so stark sind damit Begriffe wie Ungleichheit, Kinderarbeit und Entwaldung verbunden. Der Hauptgrund dafür liegt in der extremen Armut der Erzeuger, insbesondere in Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) und Ghana. Zwar sind diese beiden Länder für 60 % der internationalen Kakaoproduktion verantwortlich, doch die Situation der Erzeuger verbessert sich nicht.

Nicolas Lambert dazu: „Ein Kakaoproduzent in Westafrika verdient durchschnittlich 67 Cent pro Tag. Die Erzeuger werden in extreme Armut gedrängt, der Zugang zu gesundem Essen wird für sie somit zu einer täglichen Herausforderung, und die Produktionskosten können unmöglich gedeckt werden. Für zahlreiche Landwirte in Europa gestaltet sich die Lage ähnlich schwierig.“

Erwin, Präsident der Faircoop-Genossenschaft, aus der die Marke Fairebel entstand: „Mit diesem Projekt zeigen sich die belgischen Landwirte, die Mitglieder der Genossenschaft sind, solidarisch mit den Erzeugern aus dem Süden. Wir bitten auch die Verbraucher um ihre Unterstützung, damit dieses einzigartige Projekt ein echter Erfolg wird. Gemeinsam können wir die Dinge im Norden und im Süden zum Besseren verändern.“

Die Marke Fairebel, die faire Milch, ist im Besitz einer Genossenschaft von belgischen Landwirten. Diese setzt auf landwirtschaftliche Familienbetriebe, Nachhaltigkeit und ethische Verantwortung und wird von den Verbrauchern unterstützt. Fairebel steht für faire und qualitativ hochwertige Erzeugnisse für alle Akteure der Wertschöpfungskette: Erzeuger, Verarbeiter, Großhandel und Verbraucher.

Schon lange hegte man bei Fairebel den Wunsch, ein Projekt auf die Beine zu stellen, in dem die Solidarität mit den Erzeugern aus dem Süden großgeschrieben wird. Die Genossenschaft setzt nunmehr für ihre Schokoladenvollmilch auf von Fairtrade zertifizierten Kakao zu fairen Preisen und unterstützt ein Projekt für Landwirtinnen in der Elfenbeinküste.

Grenzüberschreitende, greifbare und positive Auswirkungen

Fairebel verpflichtet sich dazu, für Kakao einen höheren Preis zu bezahlen. So wird sichergestellt, dass die Erzeuger den von Fairtrade garantierten1 Mindestpreis erhalten und die sozialen und ökologischen Fairtrade-Standards eingehalten werden. Der Preis für die Vollmilch mit Schokoladengeschmack 0,33 l wird ab dem 1. November 2019 um 2 Cent angehoben.

Für jedes verkaufte Produkt erhalten die zertifizierten Genossenschaften einen Cent in Form einer Fairtrade-Prämie. Ein weiterer Cent geht in den Aufbau der „Women School of Leadership“ in Côte d’Ivoire. Fairtrade Africa errichtete in der Elfenbeinküste diese Schule für Frauen, die in ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit gestärkt und mit einer entsprechenden Ausbildung dazu ermutigt werden sollen, in den Erzeugerorganisationen Verantwortung zu übernehmen. Die modular aufgebaute Ausbildung deckt zahlreiche Inhalte ab, darunter Menschenrechte, Finanzen, Diversifizierung und Selbstvertrauen.